17. Februar 2016

Benfica - Zenit St. Petersburg 1:0

Es ist Februar, und damit wieder Zeit für einen kleinen Abstecher nach Portugal. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatte Benfica die Gruppenphase der Champions League überstanden und im Achtelfinale mit Zenit St. Petersburg einen ziemlich undankbaren Gegner erwischt. Denn die Russen sorgen anders als Real Madrid oder die Bayern nicht für ein ausverkauftes Estádio da Luz, sind aber ausgesprochen unangenehm zu spielen.

Mit Garay, Javi Garcia und Axel Witsel stehen gleich drei ehemalige Spieler von Benfica in den Reihen des russischen Meisters. Danny, Hulk und Trainer André Villas Boas kennen sich im portugiesischen Fußball ebenfalls bestens aus. Schon in der Gruppenphase der Vorsaison waren beide Teams aufeinander getroffen, seinerzeit konnte Zenit beide Begegnungen für sich entscheiden. Entsprechend großen Respekt hatte der portugiesische Rekordmeister vor seinen Gästen, auch wenn die seit Anfang Dezember vergangenen Jahres kein Pflichtspiel mehr bestritten haben.

In der ersten Halbzeit igelte sich Zenit in der eigenen Hälfte ein und lauerte vergebens auf Konter, Benfica stürmte seinerseits ein ums andere Mal ergebnislos gegen die russische Gummiwand. Diese Zutaten ergaben ausgesprochen ereignisarme erste 45 Minuten.

Ein anderes Bild dann im zweiten Durchgang. Benfica spielte jetzt entschlossener nach vorn und nutzte zunehmend den Umstand, dass es den Gästen nach der langen Winterpause sowohl an Kraft als auch an Spielpraxis fehlte. Um die 70. Minute vergaben nacheinander Nico Gaitan und Jardel zwei Großchancen für die Gastgeber, so dass gegen Ende ziemlich viel auf ein torloses Unentschieden hindeutete.

Das entscheidende Tor konnte Benfica dann in der Nachspielzeit doch noch landen. Nachdem Crscito mit einer Ampelkarte vom Feld musste, nutzten die Adler die kurzzeitige Verwirrung in der russischen Hintermannschaft. Den von Nico Gaitan hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß verwertete Goalgetter Jonas per Kopf zum viel umjubelten Siegtreffer.

Mit dem 1:0 hat sich Benfica eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 9. März geschaffen, in dem Zenit nicht so verhalten agieren kann, wie am gestrigen Abend im Estádio da Luz. Sollte den Adlern in St. Petersburg ein Treffer gelingen, stünde das Tor zum Viertelfinale schon ziemlich weit offen.

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S.L. Benfica - Zenit St. Petersburg 1:0
Dienstag, 16. Februar 2016, 19.45 Uhr
Estádio da Luz,  48.615 Zuschauer

Mannschaftsaufstellung: Júlio César,  André Almeida, Lindelöf, Jardel, Eliseu, Samaris, Renato Sanches, Pizzi (71. Carcela-González), Jonas, Nico Gaitan, Mitroglou (63. Raúl)

Torschützen: 1:0 Jonas (91.)










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