26. Februar 2016

Bayer Leverkusen - Sporting 3:1

Nur eine Woche nach dem Auftritt der Werkself in Lissabon hatte ich gestern das Vergnügen, auch die zweite Partie gegen Sporting im Stadion verfolgen zu können. Für mich eine Premiere, denn bislang habe ich es noch nie geschafft, beide Begegnungen einer Paarung im Europapokal zu sehen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Bayer 04 Leverkusen, denn der Verein hat alle Lissabon-Fahrer zum Rückspiel in die BayArena eingeladen.

So durften wir uns ziemlich unverhofft noch ein wenig die Luft der großen, weiten Fußballwelt um die Nase wehen lassen, bevor es ab Freitag kommender Woche wohl meistens wieder Regionalliga statt Europaliga heißt.

Am Nachmittag ging es mit fast vollzähliger Stammbesetzung in Richtung Leverkusen. An sich keine all zu schwere Herausforderung, denn die Entfernung von der Lederstadt in die Farbenstadt beträgt nur 220 Kilometer und liegt somit in einem Radius, den wir von der Regionalliga Südwest gewohnt sind. Hat man dann noch eine ordentliche Portion Glück und erwischt auf der A3 trotz Schneeregens nur zwei kleine Staus, vergeht die Fahrt fast wie im Flug. Zwar blieb gestern keine Zeit mehr für einen Besuch im Stadioneck, aber für eine Rostbratwurst der 3-Sterne-Kategorie und ein alkoholfreies Kölsch in der BayArena reichte es vor dem Anpfiff locker.

Anders als noch im Hinspiel nahm Sporting diesmal von Beginn an am Spielgeschehen teil. Das verschaffte der Werkself die nötigen Räume, um bereits in der Anfangsphase zu mehreren guten Möglichkeiten zu kommen. Bayers Führungstreffer durch Karim Bellarabi nach einer halben Stunde war deshalb überfällig und bestätigte den starken Auftritt in Lissabon vor einer Woche. Doch der aktuelle Tabellenführer in Portugal wollte sich noch nicht geschlagen geben und kam nur neun Minuten später zum Ausgleich.

Das Unentschieden zur Halbzeit war für Sporting etwas schmeichelhaft, sorgte im zweiten Durchgang zunächst aber für enorme Spannung, denn schließlich genügte den Gästen jetzt ein weiterer Treffer zum Weiterkommen. Groß war deshalb die Erleichterung, als wieder Bellarabi nach etwas mehr als einer Stunde mit einem Distanzschuss die Weichen endgültig zu Gunsten der Werkself stellte. Ein Tor genau zum richtigen Zeitpunkt, denn kurz zuvor musste Kapitän Stefan Kießling verletzt das Feld verlassen. Jetzt aber war der Drops gelutscht, mit seinen drei Treffern in beiden Partien hatte Karim Bellarabi nahezu im Alleingang für die Entscheidung gesorgt.

Ein Traumtor der Marke "Hakan Çalhanoğlu" setzte dann drei Minuten vor dem Spielende noch das Sahnehäubchen auf eine insgesamt überzeugende Vorstellung der Werkself, die damit im Achtelfinale der Europa League steht. Ausgelost wird die Runde der letzten Sechzehn am heutigen Freitag, bereits am 10. März wird in diesem Wettbewerb dann wieder gespielt. Nur noch sechs Begegnungen trennen Roger Schmidt und seine Mannschaft jetzt noch vom Finale in Basel.

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Bayer 04 Leverkusen - Sporting Clube de Portugal 3:1
Donnerstag, 25. Februar 2016, 19 Uhr

BayArena, 26.585 Zuschauer

Torschützen: 1:0 Bellarabi (29.), 1:1 João Mário (38.), 2:1 Bellarabi (65.), 3:1 Çalhanoğlu (87.)








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