15. Januar 2016

"Neuanfang" beim OFC

"David Fischer verlässt die Offenbacher Kickers und macht den Weg frei für einen Neuanfang" vermeldete ofc.de heute Nacht um 0.35 Uhr. Nur zwanzig Minuten später folgte die Mitteilung "OFC-Vizepräsident Remo Kutz übernimmt kommissarisch die Geschäftsführung".

Zumindest einen gewissen Sinn für Humor kann man den erst Ende November gewählten neuen Hausherren auf dem Bieberer Berg nicht absprechen. Denn wenigstens ich verbinde das Wort "Neuanfang" nicht zwingend mit dieser Personalentscheidung.

Mit David Fischer verabschiedet Kickers Offenbach noch dazu einen Geschäftsführer, der in den letzten drei Jahren mehr als jeder andere für einen Neuanfang auf dem Bieberer Berg stand. Seine Fachkompetenz, aber auch sein bisweilen erschreckender Realitätssinn haben den insolventen OFC nicht nur zu bemerkenswerten sportlichen Erfolgen, sondern auch weg von so manchen Luftschlössern vergangener Tage geführt.

Worin genau der jetzt apostrophierte "Neuanfang" besteht und warum er überhaupt nötig ist, vermag ich nicht zu beurteilen, denn es gibt dazu bislang keine Informationen. Ich kann also nur darauf vertrauen, dass der Aufsichtsrat und das neue Präsidium wohl überlegte Gründe für diesen Schritt hatten, die sie den Mitgliedern und Fans von Kickers Offenbach zu gegebener Zeit mitteilen werden.

In seiner ersten Stellungnahme als ehrenamtlicher Geschäftsführer der Profi-GmbH äußerte Remo Kutz unter anderem "Dabei ist es wichtig, dass wir zukünftig eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Angestellten, Lieferanten und Unterstützern pflegen.” Das Wort "zukünftig" beinhaltet für mich, dass dies bislang nicht der Fall war. Remo Kutz wird diese Aussage sicher in den nächsten Tagen noch erläutern und muss sich künftig an diesen Worten messen lassen.

1 Kommentar:

  1. Durch die Doppelfunktion von Kutz als Vize-Präsident des e.V. und GF der Profi-GmbH sehe ich gewährleistet, dass e.V. und GmbH nach jahrelangem Theater endlich wieder auf einen Wellenlänge funken. David Fischer hat sich ja des Öfteren gegen die Interessen des e.V. gestellt und sollte deswegen schon mehrfach abberufen werden. Das alte Präsidium hat dafür aber nie eine Mehrheit im AR bekommen. Als dies dann hinterher rauskam war es umso peinlicher. Das neue Präsidium hat jetzt ganz geräuschlos Nägel mit Köpfen gemacht und die Abberufung Fischers erst verkündet, nachdem sie beschlossen war. Da Kutz ehrenamtlich arbeitet kann durch das eingesparte Gehalt von Fischer evtl. der längst überfällig GF Sport finanziert werden.

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