21. September 2015

Bei den "kleinen" Kickers am Wiener Ring

Zugegeben, der U21 von Kickers Offenbach könnte es besser gehen. Mit fünf Zählern aus neun Spielen stehen die "kleinen" Kickers auf einem Abstiegsplatz in der Verbandsliga, das rettende Ufer liegt bereits sechs Punkte entfernt.

Trotzdem gibt es viele gute Gründe, bei nächster Gelegenheit mal ein Heimspiel am Wiener Ring zu besuchen. Ich schreibe dies aus voller Überzeugung, denn ich habe selbst erst vor einigen Wochen zum ersten Mal den Weg zum Kickers-Nachwuchs gefunden.

Den Wiener Ring kann man gut und gerne als Refugium für Fußballromantiker bezeichnen. An der improvisierten Kasse verkaufen freiwillige Helfer die Eintrittskarten. Für fünf Euro ist man dabei, Damen zahlen noch einen Euro weniger. Der idyllisch gelegene SANA Sportpark ist eine Oase der Stille, hier hört man weder laute Musik noch Werbedurchsagen. Dazu gibt es Bier für kleines Geld, am Spielfeldrand stehen Menschen, denen die Kickers wichtig sind. Es dauert nur wenige Minuten, schon ist man mitten drin in tiefschürfenden Fachanalysen rund um den OFC. Fast könnte man von Graswurzel-Fußball sprechen, würden die Begegnungen der U21 nicht auf Kunstrasen ausgetragen.

Und diese Begegnungen sind wirklich sehenswert, auch wenn in jüngster Zeit dabei nicht all zu viele Erfolge für den OFC rausgesprungen sind. Bei der Partie gestern gegen den SV 07 Geinsheim sorgten fünf Tore, ein Strafstoß und leider auch eine gelb-rote Karte für Maik Vetter für mehr als genügend Spannung auf dem Spielfeld. Leider reichten die Treffer von Dominik Wüst (23.) und Lukas Marvin Friedrich (83.) nicht aus, um die Punkte in Offenbach zu behalten. Die Gäste aus Geinsheim behielten durch drei Treffer von Dominik Auer (1./58./78.) am Ende die Nase vorn.

In der Startaufstellung standen neben Maik Vetter mit Julian Dudda, Robin Scheu, Jan-Hendrik Marx, Lukas Marvin Friedrich und Kristian Maslanka gleich sechs Akteure, die auch eine Option für die erste Mannschaft von Rico Schmitt sind. Geboten wird Fußball zum Anfassen, denn man kann nicht nur die Spieler aus aller nächster Nähe beobachten, sondern auch ihre Kommandos und die Ansagen des Schiedsrichters bestens verstehen. Wenn dann noch wie gestern die Spätsommersonne die Rücken der Zuschauer wärmt, verlässt man den Wiener Ring trotz der verlorenen Punkte heiteren Gemüts und freut sich schon auf dem Nachhauseweg wieder auf die nächste Begegnung.

Für alle, die jetzt vielleicht Lust verspüren, einmal die "kleinen" Kickers am Wiener Ring zu besuchen, hier noch die Termine der Heimspiele bis zum Jahresende:

Donnerstag, 1.10.2015, 19.30 Uhr: OFC II - FC Alsbach
Sonntag, 18.10.2015, 15 Uhr: OFC II - Viktoria Urberach
Sonntag, 1.11.2015, 14.30 Uhr: OFC II - 1. FCA Darmstadt
Sonntag, 15.11.2015, 14.45 Uhr: OFC II - FC Kalbach
Sonntag, 29.11.2015, 14.30 Uhr: OFC II - TS Ober-Roden



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen