4. Mai 2014

Kickers Offenbach - SpVgg Neckarelz 1:1

Die Saison 2013/14 neigt sich dem Ende entgegen, und das ist irgendwie auch in Ordnung. Beide Teams zeigten gestern wieder einmal, dass die "Goldene Ananas" keine wirklich heiß begehrte Trophäe ist. Jedoch sorgten andere Umstände anstelle des Spielgeschehens dafür, dass die Begegnung der Offenbacher Kickers gegen die SpVgg Neckarelz für mich ein ganz spezielles Ereignis war.

Eric Brühl ist Moderator des Neverkusen Podcasts und lebt in Los Angeles, 9.145 Kilometer entfernt von der BayArena. Er kann Bayer Leverkusen also nicht gerade beliebig oft im Stadion spielen sehen. Trotzdem kam er gestern lieber zum Bieberer Berg, anstatt seine Werkself anzufeuern, die fast zeitgleich im Stadtwald nördlich des Mains um die Qualifikation zur Champions League kämpfte. Ein Stück praktizierter Fanfreundschaft zwischen Bayer und dem OFC, die auch nach 32 Jahren noch sehr lebendig ist. Danke für deinen Besuch, Eric! Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal, dass wir zusammen auf der Waldemar-Klein-Tribüne stehen konnten. Ganz herzlichen Dank sagen möchte ich an dieser Stelle auch Mara Dittrich für ihre tolle Öffentlichkeitsarbeit auf dem Bieberer Berg. Wenn sich in den kommenden Monaten jeder beim OFC so engagiert wie Mara, habe ich keine Angst um die Zukunft der Kickers.

Das Spiel selbst hatte kaum begonnen, schon führten die Gäste aus Neckarelz nach einem Kopfballtreffer in der zweiten Minute. Danach brauchte der OFC zwar einige Zeit um sich neu zu sortieren, war aber trotz der Ausfälle von Biggel, Gjasula, Müller und Schulte insgesamt das bessere Team auf dem Platz. Mehr als ein Abseitstor von Tahiri kurz vor der Halbzeitpause sprang bei den Bemühungen aber nicht heraus, der gesperrte Markus Müller wurde im Sturm schmerzlich vermisst. Als zumindest ich mich schon mit einer Heimniederlage abgefunden hatte, erzielte Wilke fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einer Ecke (!) per Kopf doch noch den mehr als verdienten Ausgleich, mit dem beide Seiten letzten Endes gut leben konnten. Immerhin ist der OFC mittlerweile seit neun Pflichtspielen ungeschlagen, wer hätte das noch im März für möglich gehalten? 

4.945 Zuschauer bedeuteten zwar die Minuskulisse in dieser Spielzeit im Sparda-Bank-Hessen-Stadion. Trotzdem bildeten sie eine sehr stattliche Kulisse für eine Partie, in der es um nichts mehr ging. Mancher Verein in der 2. oder 3. Liga würde sich freuen, einmal so viele Fans zu einem Heimspiel begrüßen zu können.

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Kickers Offenbach - SpVgg Neckarelz 1:1
Samstag, 3. Mai 2014, 14 Uhr
Sparda-Bank-Hessen-Stadion, 4.945 Zuschauer

Mannschaftsaufsstellung: Daniel Endres - Stefano Maier, Marcel Wilke, Giuliano Modica (46. Marcel Mosch), Alexandros Theodosiadis - Sascha Korb, Matthias Schwarz, Fabian Bäcker, Kevin Wittke (66. Baris Yakut) - Christian Cappek (67. Steven von der Burg), Mohammed Tahiri

Torschützen: 0:1 Schäfer (2.), 1:1 Wilke (86.)

Berschgebabbel, Ausgabe 16
© OFC-Kickers 1901 GmbH


1 Kommentar:

  1. Sehr schöne Nachlese. Wir haben trotz Mittelmaß in der Regionalliga wirklich einen beachtenswerten Zuschauerschnitt. Insgesamt bin ich zufrieden. Es war zwar ein Sieg möglich, aber die jungen Nachwuchskicker haben viel Spaß gemacht. Am Ende standen immerhin fünf Spieler auf dem Feld die 20 oder jünger waren.

    Und die Gespräche mit Eric waren auch sehr interessant. So Fußballbegeistert in einem Land wo dieser Sport wirklich nur eine Randsportart ist, finde ich wirklich positiv verrückt.
    Viele Grüße

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