4. Dezember 2016

Sonntags im Pina Manique

Selbst in Portugal scheint nicht immer die Sonne. Seit Freitag schüttet es in Lissabon wie aus Kübeln. In den Straßen schaukelt die Weihnachtsbeleuchtung im Atlantikwind und kämpft einen stillen Kampf gegen den grauen Regenschleier, der sich über die Stadt gelegt hat.

Entsprechend leer ist am Sonntag die Buslinie 711, die mich zum Estádio Pina Manique bringt. Das halbe Land sitzt zu dieser Stunde mit einer guten Flasche Rotwein am Mittagstisch und freut sich auf die anschließende Siesta. Doch wer sich trotzdem auf die Straße wagt, wird belohnt. Zaghaft kämpfen sich die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Als ich am Stadion ankomme ist der Himmel beinahe wieder so blau, wie es die Tourismuswerbung verspricht.

Fast ein wenig erschrocken blickt mich der betagte Herr im Kassenhäuschen an, als ich nach einer Eintrittskarte frage. Welcher Sektor es denn sein darf, möchte er wissen. Eine Frage, auf die ich keine Antwort habe, denn ich bin zum ersten Mal im Pina Manique. Ob ich denn zu Casa Pia oder zu Oriental halten würde, lautet seine nächste Frage, die ich mir selbst noch garnicht gestellt habe. Dass ich mich für die Heimmannschaft entscheide, wird mit einem wohlwollenden Kopfnicken quittiert. Statt eines regulären Tickets für acht Euro bekomme ich ein Mitgliederbillet für drei Euro und darf auf der Haupttribüne Platz nehmen, die eigentlich den Sócios von Casa Pia vorbehalten ist.

2. Dezember 2016

Bilder für die Ewigkeit

Mitten im Herzen von Lissabon liegt in der Rua Jardim do Regedor die ehemalige Geschäftsstelle von Benfica. Das im 19. Jahrhundert ursprünglich als Wohnhaus errichtete Gebäude beherbergte von 1918 bis 1928 den Bristol Club, seinerzeit einer der angesagtesten Nachtklubs der portugiesischen Kapitale.

Nachdem Benfica das Eckhaus 1933 übernommen hatte, diente es bis Anfang der 2000er-Jahre als Geschäftsstelle und Treffpunkt der Mitglieder.

Doch mit dem Umzug ins neue Estádio da Luz teilte die verlassene Geschäftsstelle das Schicksal vieler historischer Gebäude im Stadtzentrum. Es stand leer und bröckelte langsam vor sich hin. 2016 dann die Wende zum Guten: Unter Federführung der vereinseigenen Stiftung Fundação Benfica wurde das Gebäude restauriert und wird jetzt unter anderem für temporäre Ausstellungen genutzt, die selbst im riesigen Klubmuseum am Stadion keinen Platz mehr finden.

Den Anfang machte in diesem Sommer eine Ausstellung mit Arbeiten von Roland Oliveira. Der 2007 verstorbene Fotoreporter begleitete Benfica über fünf Jahrzehnte hinweg für die Vereinszeitung O Benfica und dokumentierte in dieser Zeit das Klubleben wie kein zweiter.

29. November 2016

Die Ruhe vor dem Sturm

Bevor in der nächsten Woche zwei richtige Kracher auf dem Spielplan stehen, hatte Benfica an diesem Sonntag eine jener ungeliebten Pflichtaufgaben vor der Brust, die dem geneigten Fan schon Tage vorher ein leichtes Magengrummeln bescheren.

Als Tabellensechzehnter kam Abstiegskandidat Moreirense zum Rekordmeister, drei Punkte für die Adler waren also Pflicht. Wie böse solche Spiele ab und zu in die Hose gehen können, ist hinlänglich bekannt.

Für die Spieler von Coach Rui Vitória galt es zudem, das unglückliche 3:3 bei Besiktas aus den Köpfen zu bekommen, bei dem nicht nur ein Drei-Tore-Vorsprung, sondern auch die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde der Champions League verspielt wurde.

Bei frühlingshaften Temperaturen erlebten dann aber fast 56.000 Zuschauer einen ausgesprochen entspannten Fußballabend. Bereits nach Pizzis erstem Treffer nach einer halben Stunde war die Partie praktisch entschieden, denn die Gäste agierten einfach zu harmlos. Wieder Pizzi nach einer Stunde und Raúl kurz vor dem Schlusspfiff sorgten für den komfortablen Endstand.

6. November 2016

Geisterstunde am Nachmittag

Die Woche begann mit einer Überraschung bei der mit viel Spannung erwarteten Mitgliederversammlung der Kickers am Montag:

Mit den Worten "Wir wollen keine Satzungsänderung" kassierte Vize Relic die zuvor vom Präsidium selbst beantragte Zwangsumlage für die OFC-Mitglieder und vollzog damit eine Kehrtwende um 180 Grad. Zu groß waren wohl nach den zum Teil heftigen Reaktionen im Vorfeld die Bedenken der Kickersbosse, mit ihrem Antrag zu scheitern.

Nun sollen wieder einmal Spenden dazu beitragen, die Schuldenlast zu mindern, die noch immer schwindelerregende 4,4 Millionen Euro beträgt. Sie könnte um 900.000 Euro gesenkt werden, falls die dafür benötigten 85.000 Euro zusammen kommen. Das wäre sicher ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch kein Anlass zur Euphorie.

Dass der OFC in einer Pressemitteilung davon spricht, der Klub könne damit "endgültig auf gesunde Füße" gestellt werden, scheint mir jedenfalls sehr optimistisch. Denn noch immer bleiben dann 3,6 Millionen Verbindlichkeiten, die eines Tages bedient werden müssen. Da hilft es wenig, dass diese Schulden auf die GmbH übertragen werden sollen, die erst vor kurzem mit Ach und Krach um die zweite Insolvenz binnen drei Jahren herumgekommen ist. Wie gewaltig die Summe ist, zeigt ein Blick auf den Gesamtetat, der gerade einmal 2,6 Millionen pro Jahr beträgt.

26. Oktober 2016

Lissabonner Leiden im ballesterer

Neben dem Zeitspiel gehört der österreichische ballesterer für mich zu den lesenswertesten Fußballmagazinen im deutschsprachigen Raum.

Für ihre Novemberausgabe sind die Wiener nach Glasgow gereist und beschäftigen sich in der Titelgeschichte ausführlich mit der historischen Rivalität zwischen Celtic und den Rangers. Weitere Themen sind die neue Spielstätte von West Ham, Probleme beim AC Pisa oder der Frauenfußball in Deutschland und Spanien.

Erstmals stammt in der aktuellen Ausgabe auch ein Artikel aus meiner Feder. Auf drei Seiten beschreibe ich die "Lissabonner Leiden" der beiden Drittligisten Atlético und Oriental. Aufnahme im Autorenteam des ballesterer gefunden zu haben, macht mich offen gestanden ein klein wenig stolz. Als ich im Mai 2013 den ersten Artikel hier im Blog veröffentlicht habe, hätte ich jedenfalls nicht geglaubt, dass es einmal so weit kommen würde.

Auch sonst wird es künftig mehr von mir auf bedrucktem Papier zu lesen geben. Für das Zeitspiel-Magazin fahre ich am kommenden Samstag zum Saarderby nach Homburg, weitere Beiträge sind schon in Planung.

ballesterer
Magazin zur offensiven Erweiterung des Fußballhorizonts
Erhältlich im gut sortierten Zeitschriftenhandel und als E-Paper im Austria Kiosk der APA (www.kiosk.at/ballesterer)

22. Oktober 2016

Achterbahn der Gefühle

Es ist eine Weile her, seit ich zuletzt über den OFC geschrieben habe. Anfang September war das, nach dem 3:1 gegen den FK Pirmasens trennten die Kickers fünf Punkte vom ersten sicheren Nichtabstiegsplatz.

Neun Spieltage später hat sich rein sportlich wenig verändert. Der Rückstand auf den rettenden 13. Tabellenrang beträgt zwar nur noch zwei Punkte, doch der OFC steckt weiter mitten im Abstiegskampf.

Abseits des Spielfelds hat sich einiges getan. In zehn Tagen beginnt mit Christopher Fiori ein neuer Geschäftsführer sein Tagwerk auf Biebers Höhen. Obwohl der gebürtige Frankfurter erst Anfang diesen Monats sein Kind in der Stadionkapelle der Commerzbank-Arena taufen ließ, wünsche ich ihm für sein Amt viel Fortune. Er wird sie brauchen.

Am meisten die Gemüter erregt hat in den vergangenen Wochen die geplante Zwangsabgabe für Vereinsmitglieder, die in diesem und im kommenden Jahr mit jeweils einem zusätzlichen halben Jahresbeitrag zur Kasse gebeten werden sollen. In Summe macht das schlanke 108 Euro pro Kickersnase. Dass es vielleicht nicht die klügste Idee des Präsidiums war, nach all den Preiserhöhungen und Spendenaktionen der vergangenen Monate nun die Treusten der Treuen auch noch zu einer Zahlung zwingen zu wollen, war in letzter Zeit in den Sozialen Medien nachzulesen.

3. Oktober 2016

Schöne Aussichten

Langsam aber sicher gehen die Ferien ihrem Ende entgegen. Zu unserem vorübergehenden Abschied vom Estádio da Luz empfing Benfica gestern Nachmittag den Aufsteiger CD Feirense. Für uns eine Begegnung mit besonders angenehmem Rahmenprogramm.

Vor dem Anpfiff waren wir bei Freunden zum Mittagessen eingeladen, von deren Esstisch aus wir einen traumhaften Blick auf das Stadion von Benfica genießen durften. Während wir uns noch Speis und Trank schmecken ließen, füllte sich zu unseren Füßen bereits langsam die Kathedrale des portugiesischen Fußballs.

Trotz der Niederlage in Neapel unter der Woche herrschte bei herrlichem Fußballwetter rundum große Zuversicht. Tags zuvor hatte Sporting in Guimarães einen Dreitorevorsprung verspielt und musste sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben. Den Adlern bot sich demnach die Chance, mit einem Sieg den Abstand auf die Verfolger auf drei Punkte zu vergrößern.

20. September 2016

Von der Algarve an die Tabellenspitze

Die heutige Chronik beginnt 270 Kilometer entfernt vom eigentlichen Ort des Geschehens, denn die letzten Sommertage verbringen wir wie immer in Alporchinhos.

Die Schulferien in Portugal sind vorüber, und die Algarve ist jetzt wieder das, wofür sie einst berühmt geworden ist: Ein Paradies mit traumhaften Stränden, großartigem Essen und einem Klima, das in Europa seinesgleichen sucht.

Daran, einen Spieltag mit einem ausgedehnten Strandspaziergang bei 28 Grad zu beginnen, könnte ich mich durchaus gewöhnen. Nach einem kleinen Mittagessen setzten wir uns in unseren Mietwagen und fuhren zurück in die Hauptstadt, die wir erst am Freitag verlassen hatten. Die Strecke auf der A2 durch die weiten Ebenen des Alentejo in Richtung Norden ist der reine Fahrspaß, bis kurz vor Lissabon begegnen wir kaum einem anderen Auto. Zu verdanken ist dieses Vergnügen in erster Linie den gesalzenen Mautgebühren in Portugal. Die einfache Strecke von Albufeira bis Lissabon kostet mehr als 20 Euro, was den Fahrspaß dann doch wieder ein wenig trübt.

14. September 2016

Stolperstart in die Königsklasse

Fünf Monate sind vergangen seit dem letzten Auftritt von Benfica in der Champions League. Eine rauschende Ballnacht war das seinerzeit, nach dem 2:2 im Estádio da Luz schieden die Adler im Viertelfinale nur knapp gegen den FC Bayern aus.

Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden, dass ich beim ersten Gruppenspiel der neuen Saison im Benfica-Stadion mit von der Partie bin. Diesmal noch dazu mit dem ganz besonderen Gefühl, zum ersten Mal meinen neuen Stammplatz einzunehmen, denn für diese Spielzeit haben sich meine bessere Hälfte und ich Dauerkarten für die Kathedrale des portugiesischen Fußballs gegönnt.

Um die Wartezeit auf den Anpfiff zu verkürzen, machte ich mich schon zur Mittagszeit auf den Weg. Nicht direkt ins Estádio da Luz, sondern nach Seixal. Dort, am Südufer des Tejo, hat Benfica fast auf den Tag genau vor zehn Jahren die Caixa Futebol Campus eröffnet. Ein Trainingszentrum, in dem es praktisch an nichts fehlt. Auf 15 Hektar Gelände steht dort ein Stadion mit 2.700 Sitzplätzen, in dem die B-Mannschaft der Adler ihre Heimspiele in der Zweiten Liga austrägt. Hinzu kommen fünf Trainingsplätze, ein Hotel für Profis und Nachwuchs mit 190 Betten, Fitnessräume, Schwimmbäder, Restaurants und sogar ein Studio für den vereinseigenen Fernsehsender.

6. September 2016

Zwei Joker, zwei Punkte

Waren das noch Zeiten, als ich auf dem Weg zum Bieberer Berg über das Wetter sinnierte oder mir Gedanken zum bevorstehenden Spiel machte. Und eigentlich sollten dieser wunderbare Spätsommer sowie die zwei Niederlagen aus den letzten drei Spielen genügend Stoff für die Einleitung zu dieser Chronik bieten, zumal die Kickers am Dienstagabend mit dem FK Pirmasens einen unbequemen Gegner erwarteten.

Doch angesichts der nicht enden wollenden Nebengeräusche rund um den Waldemar-Klein-Platz trat das Sportliche zunächst wieder einmal in den Hintergrund.

Am vergangenen Donnerstag sorgte ein Leserbrief in der Offenbach-Post für Aufsehen. In diesem Brief schilderte ein Anhänger seine vergeblichen Versuche, eine Loge für das Pokalspiel zu mieten. Schon zuvor hatte ein Bekannter von mir geklagt, dass es ihm nicht gelungen ist, für diese Begegnung sechs Gold-Karten zu kaufen. Dass die VIP-Bereiche am Ende alles andere als gut gefüllt waren, ist hinlänglich bekannt. In den Augen all jener, die "Alles auf Rot-Weiß"-Pakete erworben oder sich an anderen Rettungsaktionen beteiligt haben, muss das wie der blanke Hohn wirken.

1. September 2016

Rafa Silva wechselt zu Benfica

Einer der großen Transfercoups dieses Sommers wurde in letzter Minute doch noch vollzogen: Der portugiesische Nationalspieler Rafa Silva wechselt von Sporting Braga zu Benfica. Damit geht ein monatelanges Tauziehen um die Verpflichtung des Offensivmanns zu Ende, um den sich auch der FC Porto, Sporting Lissabon und Zenit St. Petersburg intensiv bemüht hatten.

Ein komplizierter Deal, denn die Transferrechte lagen nicht allein bei den Nordportugiesen, sondern zu Teilen auch beim umstrittenen Spielerberater António Araújo und Zweitligist Feirense.

Für die Dienste des 23-jährigen zahlt Benfica jetzt eine Ablöse von insgesamt 17,6 Millionen Euro. Mit im Transferpaket enthalten ist zusätzlich der ablösefreie Wechsel von Rui Fonte, der bereits in der vergangenen Saison auf Leihbasis in Braga spielte. Der Marktwert des Stürmers wird auf zwei Millionen Euro taxiert. Zudem wird der Flügelspieler Oscar Benitéz - der erst Anfang Juli für 3,3 Millionen von Benfica verpflichtet wurde - für eine Spielzeit nach Nordportugal ausgeliehen.

Rafa Silva wird damit zum mit Abstand teuersten Transfer aller Zeiten unter portugiesischen Vereinen. Bisheriger Rekordhalter war João Moutinho, der 2010 für elf Millionen von Sporting Lissabon zu FC Porto wechselte.

31. August 2016

Die neue Bescheidenheit

Gerade einmal vier Tage sind vergangen seit der letzten Partie der Kickers in Wetzlar. Trotzdem ist in der Zwischenzeit eine Menge passiert.

Am Samstag wurde der im Mai gestellte Insolvenzantrag zurückgenommen, die Kickers sind jetzt wieder ganz "Herr im eigenen Hause".

Zwar ist mir noch immer nicht klar, woher die neuen Schulden in Höhe von einer Million Euro eigentlich stammten. Aber so wie ich es verstanden habe, sollen die zur Abwendung der Insolvenz benötigten Mittel jetzt hauptsächlich aus drei Quellen kommen.

Da sind zum einen die Spenden der Fans, die in den letzten Monaten viel Geld für ihren OFC aufbrachten und dafür von der Offenbach-Post zum "Hauptsponsor" der Kickers erkoren wurden. Etwa 250.000 Euro soll ein Benefizspiel einbringen, bei dem der Gegner und das Datum noch unbekannt sind. Und schließlich gibt es Stundungen, Teilzahlungsvereinbarungen und neue Darlehen.

27. August 2016

Blackout in Wetzlar



Freitagnachmittag, brütend heißes Sommerwetter. Zum Auftakt des Wochenendes eine eben so kurze wie sentimentale Reise nach Mittelhessen. Gerade einmal 75 Kilometer sind es bis in die neue Heimat von "unserem" Markus Müller, der seit diesem Sommer beim Verein mit den 30 Buchstaben gegen den Ball tritt.

Wie bei Freitagsspielen üblich, traf sich unsere kleine Reisegesellschaft schon früh auf dem Wilhelmsplatz, um bei einem kalten Äppler in Erinnerungen an die Heldentaten vom Montagabend zu schwelgen. Nach dem Pokaldrama ging es für die Kickers gestern gegen den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg darum, das Punktekonto auf minus Eins zu stellen. Es herrschte seltene Einigkeit, dass die Mission gelingen könnte.

23. August 2016

Pokalsieger der Herzen

Dass es gestern nicht leicht würde, stand schon früh fest. Ein Montag, der sich nicht entscheiden kann, ob er lieber Sommer oder Herbst sein möchte, stellt den geneigten Stadionbesucher vor schwere Entscheidungen.

Beseelt von dem Wunsch, an diesem für die finanzielle Zukunft des OFC nicht unwichtigen Abend ein kleiner Teil der roten Wand zu sein, entschied ich mich für ein rotes Kickers-Sweatshirt. Eine Entscheidung, die modisch akzeptabel war, mit der ich mich klimatechnisch aber ins Abseits stellte.

Auf der sonnenüberfluteten Waldemar-Klein-Tribüne war es dann aber nicht nur die völlig missratene Wahl meiner Kleidung, die mich ins Schwitzen bringen sollte. Zur Aufführung auf Biebers Höhen kam ein Pokalabend, der es in sich hatte.

Dabei hätte es zunächst kaum schlimmer kommen können für den Underdog aus der Regionalliga. Schon nach drei Minuten ging Hannover 96 in Führung, und nachdem der Zweitligist Mitte der ersten Hälfte auf 0:2 erhöhte, gab ich kleinmütig keinen Pfifferling mehr auf meinen OFC.

19. August 2016

Neverkusen Podcast 121

Bald startet auch die Bundesliga in ihre neue Spielzeit. Grund genug für den Neverkusen Podcast, schon heute einen Ausblick auf all das zu wagen, was die Fans von ihrer Werkself erwarten dürfen.

Im zweiten Teil der Sendung geht es ab Minute 53 um Kickers Offenbach und die Situation rund um den Waldemar-Klein-Platz nach der Insolvenzanmeldung.

Im Neverkusen Podcast, dem einzigen englischsprachigen Podcast über Bayer 04 Leverkusen, kümmern sich vier Fans der Werkself aus drei Kontinenten gemeinsam mit wechselnden Gästen um all das, was die Menschen rund ums Bayer-Kreuz und darüber hinaus bewegt.

Wer mag, kann die Sendung auf der Homepage des Neverkusen Podcast hören oder kostenlos im iTunes-Store herunterladen.

18. August 2016

Die Vereine mit den meisten Mitgliedern




Im  dritten und letzten Teil des Zahlenreigens heute die Rangliste der mitgliederstärksten Vereine. Die im Ranking vertretenen Klubs stammen aus Brasilien (5), Deutschland (4), Portugal (3), Argentinien (2), England (2), Italien (2) und Spanien (2).

Einsam an der Spitze zieht der FC Bayern seine Kreise, gefolgt von Benfica und dem FC Barcelona. Aus der brasilianischen Metropole São Paulo kommen gleich drei Vereine, dazu je zwei aus Buenos Aires, Porto Alegre und Lissabon.

17. August 2016

Die Vereine mit den meisten Zuschauern 2015/16



Nach den besucherstärksten Ligen schauen wir heute auf die Klubs, die in der zurückliegenden Spielzeit die meisten Fans in ihre Stadien lockten.

Wie schon bei den Ligen, spielt auch hier die Musik hauptsächlich in Deutschland und England. In die Top 15 schafften es sieben Vereine aus der Bundesliga und vier aus der Premier League, dazu kommen zwei Vertreter aus der spanischen La Liga. CF Monterrey aus Mexiko und der portugiesische Meister Benfica komplettieren die Liste der globalen Publikumsmagneten.

Bemerkenswert, dass mit dem VfB Stuttgart und Newcastle United zwei Absteiger den Sprung ins Ranking geschafft haben. Sportlicher Erfolg ist also nicht immer eine Voraussetzung für volle Ränge. Fast noch bemerkenswerter, dass kein Klub aus der italienischen Serie A auf der Bestenliste zu finden ist.

16. August 2016

Die Ligen mit den meisten Zuschauern 2015/16




Wie schon in den Jahren zuvor begrüßte die Bundesliga auch in der Saison 2015/16 weltweit die mit Abstand meisten Fans in ihren Stadien, gefolgt von der Premier League und der spanischen La Liga. Auch die zweiten Spielklassen in Deutschland, England und Spanien zählen zu den 25 zuschauerstärksten Ligen rund um den Globus.

Auf den ersten zehn Plätzen sind drei Meisterschaften außerhalb Europas zu finden: die chinesische Super League, die mexikanische Liga MX sowie die nordamerikanische MLS. Ungebrochen ist die Popularität der heimischen Liga in den Niederlanden. Die Eredivisie belegt im rein europäischen Vergleich einen beachtlichen sechsten Platz und liegt weltweit auf Rang neun.

13. August 2016

Neuzugänge treffen vor Minuskulisse

Jetzt rollt der Ball also wieder auf dem Bieberer Berg. Zuletzt ging es hier am 14. Mai um Ligapunkte, das ist immerhin drei Monate her. Das Heimspiel gegen Astoria Walldorf versprach zudem eine echte Standortbestimmung, nachdem der Auftritt in Worms vor einer Woche wegen der zwei Platzverweise nur wenig aussagekräftig war.

Passend zur derzeitigen Großwetterlage beim OFC hingen gestern Abend dunkle Wolken am Himmel über Offenbach. Doch Freitagabend ist bekanntlich Kickerszeit, das hat sich auch bei den Neuzugängen im Kader des OFC herumgesprochen. Mit Gaul, Sawada, Firat und Neofytos standen immerhin vier von Beginn an auf dem Feld.

10. August 2016

Frohe Kunde

Die frohe Kunde kam gestern per E-Mail. Der Wettanbieter bwin hat die 30 besten Fußball-Blogs in Deutschland und Österreich gekürt, und dabei hat es auch mein Blog Rot & Weiß auf die Liste der Gewinner geschafft.

Nun sind solche Auszeichnungen natürlich immer subjektiv. Was den Einen begeistert, entlockt dem Anderen allenfalls ein müdes Lächeln. Weil aber mein Blog kein kommerzielles Projekt ist, besteht mein Lohn aus dem Interesse meiner Leser, und eben auch aus einer solchen Anerkennung, über die ich mich deshalb sehr freue.

Auf der Liste von bwin vertreten sind gute Freunde und alte Bekannte, wie etwa Im Schatten der Tribüne aus Essen, Nur der FCM aus Magdeburg, Schwarz und Blau aus Paderborn oder der Zebrastreifenblog aus Duisburg. Einige der Blogs habe ich euch hier unter der Rubrik "Gästeblog" bereits vorgestellt.

In jedem Fall lohnt es sich, ein wenig in der Liste der 30 besten Fußball-Blogs zu stöbern. Bestimmt entdeckt ihr dabei für euch noch die eine oder andere lesenswerte Seite.